Schuldnerberatung für Verbraucher

Da der Begriff „Insolvenz“ in Deutschland immer noch negativ besetzt ist, werden Insolvenzanträge zu spät gestellt, geben Schuldner dem Gläubiger nach, der am meisten Druck ausübt etc., ohne dass sie damit der Lösung des Problems auch nur einen Schritt näher kommen. Folge sind häusliche Spannungen, schlaflose Nächte und die tägliche Angst vor dem Weg zum Briefkasten. Dabei zeigt unsere tägliche Beratungspraxis, dass diese Scheu allzu oft auf falschen Vorstellungen von den Folgen eines Insolvenzverfahren beruht, aber ebenso auf der Unkenntnis von den gesetzlichen Möglichkeiten, Insolvenzverfahren zu vermeiden und abzukürzen.

Diese Internetseite soll Ihnen zeigen, dass es sich lohnt, falsche Scheu abzulegen, sich mit dem Thema Insolvenz zu beschäftigen, die Bereinigung der Schulden in Angriff zu nehmen und damit den wirtschaftlichen Neustart zu beginnen. Sie werden sehen, dass sich unser Ansatz von dem unterscheidet, den Sie vielleicht erwartet haben. Wir tun mehr als Serienbriefe zu verschicken. Wir wollen sicherstellen, dass unsere Beratung Ihnen von Anfang an die höchstmögliche Wahrscheinlichkeit dafür bietet, dass ein Insolvenzverfahren vermieden oder zumindest vorzeitig beendet werden kann.

Wenn Sie möglichst schnell in die Insolvenz möchten, um endlich „Ruhe zu haben“, können wir dies schnell für Sie erledigen. Unser Beratungskonzept ist aber nicht auf die Durchführung des außergerichtlichen Einigungsversuchs beschränkt. Wir ermitteln, ob sich in Ihrem Fall erfolgversprechende Ansätze für eine Vermeidung oder Abkürzung des Insolvenzverfahrens bieten, und klären Sie hierüber auf.

Wir analysieren mit Ihnen, welche rechtlichen Instrumente für einen Schuldenschnitt, für die Vermeidung oder Abkürzung eines Insolvenzverfahrens, für die Erhaltung Ihres Unternehmens in der Insolvenz etc. für Sie in Betracht kommen. Ist gegen Sie ein Insolvenzantrag gestellt worden, helfen wir Ihnen, diesen abzuwehren.

Ausgangspunkt ist die Prüfung, ob Sie sich in einer Insolvenzlage befinden oder ob eine Insolvenzlage lediglich droht, und ob das Unternehmen sanierungswürdig ist. Im Falle der Sanierungswürdigkeit prüfen wir, ob die Forderungen der Gläubiger berechtigt sind, wir verhandeln wir mit ihnen Stundungen, Ratenzahlungen, Teilverzichte etc., führen ihnen die Konsequenzen eines Insolvenzverfahrens vor Augen, und schließen die Vergleiche mit ihnen.

Lässt sich die Lage nicht durch außergerichtliche Verhandlungen bereinigen, stellen wir für Sie entsprechend der mit Ihnen abgestimmten Strategie den Antrag auf Durchführung eines Schutzschirmverfahrens, eines Eigenverwaltungsverfahrens, eines Insolvenzverfahrens oder eines Insolvenzplanverfahrens bei Gericht. Im Falle eines Insolvenzplanverfahrens erstellen wir den Insolvenzplan, verhandeln diesen mit den Gläubigern, führen die Mehrheitsbildung und die Abstimmung über den Plan herbei und führen die Kommunikation mit Gericht, Sach- bzw. Insolvenzverwalter und Gläubigern.

Wurden im Rahmen eines insolvenzrechtlichen Verfahrens ihre Rechte verletzt bzw. wurde Ihnen Schaden verursacht, z.B. durch den Insolvenzverwalter, prüfen wir Ihre Ansprüche und setzen diese durch. Dabei kommen auch Rechtsverletzungen durch das Insolvenzgericht in Betracht. Denn in Insolvenzverfahren gilt, anders als in Klageverfahren, das sog. Spruchrichterprivileg nicht. Auch ein unberechtigter Gläubigerantrag kann Ihre Rechte verletzen und zu Schadensersatzansprüchen führen.